Welche Kamera soll ich mir kaufen?


Welche Kamera soll ich mir kaufen?

Hallo liebe Leser und Leserinnen von Frank Martini Photography,

heute will ich als Fotograf und Technik-Freund gerne eine Frage beantworten, die ich so oder anders sehr oft gestellt bekomme:

„Du bist doch Fotograf – dann kannst du mir sicher sagen, welche Kamera ich mir kaufen kann!“

Welche Kamera kannst du mir empfehlen?

„Ich will nur 200 Euro ausgeben“, “ Ich will Menschen fotografieren“, „Für den Urlaub wäre die Kamera toll“ – Kurz und knapp: So leicht ist das nicht! 🙂 Auch ich als Fotograf, der ständig die neueste Technik von Nikon besitzt und auch gerne andere Kameras und Zubehör testet, kenne leider nicht alle Kamera-Modelle auf dem Markt. Insbesondere nicht die Kameras, die genau dafür geeignet sind, wofür Ihr sie braucht. Für eine exakte Beratung solltet Ihr ein Foto-Fachgeschäft Eures Vertrauens aussuchen. Dieser Blog dient dazu, sich selbst grundsätzliche Fragen zu stellen, damit die Kaufentscheidung leichter fällt.

Trotzdem will ich Euch gerne weiter helfen und erklären, wie ich meine Kameras kaufe und worauf man achten sollte.

Was fotografiere ich bzw. wofür will ich die Kamera?

Wie die meisten von Euch sicher wissen, ist mein Schwerpunkt Hochzeitsfotos zu machen sowie Sportler abzulichten und professionelle Fashion-Fotoshootings in unserem Fotostudio durchzuführen. Als Hobby fotografiere ich aber auch gerne frei in der Natur, mache Makro-Aufnahmen und ab und zu ist auch mal eine Street-Aufnahme dabei.

Wichtig ist nun, für welchen Zweck Ihr eine Kamera haben wollt. Diese Frage solltet Ihr euch zunächst beantworten. Ggf. wollt Ihr diese Bereiche auch ausweiten; d.h. Die Kamera sollte aufrüstbar bzw. mit verschiedenen Objektven verschiedener Hersteller bestückbar sein.

 

Dubai bei Nacht Fotograf in Dubai
Weitwinkel-Aufnahme in Dubai

Kompakt-Kamera oder Spiegelreflex (DSLR)?

Dann stellt sich natürlich die Frage, ob Ihr wirklich eine DSLR-Kamera benötigt oder doch lieber eine kleine Kompakte, die man in die Handtasche stecken kann und nicht schon nach 100m tragen der schweren Spiegelreflex-Kamera ins Schwitzen gerät. Wenn die Kamera zu schwer ist und zu Hause liegen bleibt, wird man auch keine schönen Fotos machen. Dies habe ich auch schon des öfteren bemerken müssen 😉

Nikon D750 im testvergleich gegen D610
Spiegelreflex oder Kompakt?

Viele reden dann natürlich von der Qualität der Kamera und der Anzahl der Megapixel, was aber heutzutage eher nebensächlich ist. Mehr als 16 Megapixel braucht kein Hobby-Fotograf (Diese Auflösung reicht locker, um Ausdrucke größer DinA0 zu produzieren). Auch qualitativ können Kompaktkameras sicherlich mit der Qualität von Spiegelreflexkameras von Nikon oder Canon mithalten, wenn man im selben Preissegment schaut. Diese besitzen meist einen rauscharmen Chip und bieten ebenfalls hervorragende Detailgenauigkeit. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch diese Kameras  heute mit variablen Objektiven bestückbar (siehe Nikon 1 oder Nex 3) sind. Insbesondere für Frauen, die gerne die Kamera in der Handtasche verstauen, ist dies sicherlich eine sinnvolle Überlegung.

Welche Objektive sollten es sein?

Wichtiger ist da die Frage nach dem richtigen Objektiv. Nahezu jede Kamera wird bei guten Lichtverhältnissen (Tageslicht) sehr gute Fotos machen können, wenn das Objektiv qualitativ hochwertig ist. Hier wird mir auch oft die Frage als Fotograf gestellt, welches Objektiv das richtige für den Einsatz ist. Dazu will ich eine kleine sehr grobe Übersicht geben, welche Brennweite man benötigen könnte:

  • Landschaft: 10-30mm
  • Makro: 70-150mm (Objektiv mit Makrofunktion)
  • Portrait: 50-100mm
  • Teleaufnahmen: 150-300mm

Dies soll nur ein grober Richtwert sein, welche Brennweite die geeignete ist. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Anfänger wohl mit einem Tele-Reisezoom Objektiv (18-270) wohl vollkommen ausreichend bestückt sind und damit fast alle Aufnahmen machen können, die sie wollen.

Der Preis

Das wichtigste Kriterium ist aber sicherlich für jeden der Preis. Hier solltet Ihr vielleicht nicht unbedingt das kleinste Modell kaufen, sondern dann lieber das größere Modell ggf. auch gebraucht – so bleibt der Preis niedrig. Ich habe beispielsweise mit einer Nikon D80 und einem 50mm 1.8 Objektiv begonnen, was man heute für ca. 300 Euro bereits gebraucht bekommen kann. Es muss also nicht immer das teuerste Modell sein, sondern vielmehr sollte man wissen, wie man seine Kamera richtig bedienen muss.

Wenn man allerdings, wie ich, auch in der Kirche fotografiert und bei Hochzeitsfotos sehr schnell sein muss, sollte man allerdings doch zu der Profi-Variante greifen, da die Menüs einfach schneller erreichbar sind, die Lichtempfindlichkeit besser ist und der Focus immer sitzt. Nur dann kann man die perfekte Schärfe für die Bilder garantieren.

Welche Marke denn nun?

Ich persönlich nutze ein Nikon-System. Warum? Ganz einfach – Als ich  zu fotografieren begann, besaß ein Freund bereits eine Nikon-Kamera und mehrere Objektive, die ich auch testen wollte. Also war klar, dass es keine Canon wird, sondern eine Kamera, bei der ich mir mit ihm Technik tauschen konnte. Es macht ehrlich gesagt keinen Unterschied, ob Ihr euch für Canon, Nikon oder Sony entscheidet. Alle Kameras machen geniale Fotos – Ihr müsst die Kamera nur verstehen und handeln können. Daher der einzige Tipp: Schaut euch die Kamera vorher gut an, ob sie gut in der Hand liegt. Dann wird der Kauf schon richtig sein.

Hier schaue ich immer

Preislich werdet Ihr die Kamera Eurer Wahl dann sicher immer bei Amazon am Günstigsten finden.

Wenn Ihr euch bei einem Modell nicht sicher seid, wird euch sicher im größten Fotografie-Forum Deutschlands geholfen.

Ich hoffe, dass ich ein wenig Licht ins Dunkle bringen konnte. Ich freue mich auf Eure Fragen in den Kommentaren!

Frank MartiniBeste Grüße

Frank Martini,

www.frankmartini-photography.de

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