Loupedeck + vs. Behringer X-Touch Mini vs. Palette Gear – Externe Lightroom Tastaturen im Test


Loupedeck + vs. Behringer X-Touch Mini vs. Palette Gear – Externe Lightroom Tastaturen im Test

Wer kennt es nicht: Die nächste Hochzeitssaison steht vor der Tür und man denkt schon wieder an die 10.000 Bilder, die man pro Hochzeit sichten muss und davon dann auch noch 500-1000 bearbeiten muss.

Klar – Presets machen die Sache einem einfacher. Aber dennoch muss man weitere Optionen finden, seinen Lightroom Workflow zu optimieren und Zeit zu gewinnen.

Hier helfen einem erweiterte Tastaturen, die speziell für den Umgang mit Lightroom gedacht sind weiter. Wir haben die drei bekanntesten Modelle mit Preisen zwischen 50€ und 400€ für Euch getestet.

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Behringer X-Touch Mini mit Midi2Lr

Schon für knapp über 50€ bekommt man den Behringer X-Touch Mini USB Controller, der eigentlich für DJs für Musik- und Lichtanwendungen seine Anwendung findet.

Mittels der Software Midi2Lr, die man kostenlos samt Tastaturbelegungsempfehlung-Vorlage von github herunter laden kann, lässt sich diese Tastatur dann problemlos mit Lightroom koppeln.

Mittels der Software kann man die einzelnen Tasten und Regler so belegen, wie es zu seinem Workflow passt. Beispielsweise kann man auf den ersten Drehregler die Helligkeit, auf den zweiten den Weißabgleich und auf den dritten den Kontrast legen usw. Genauso lassen sich auch die Tasten belegen. Hier kann man problemlos die Sterne-Bewertung belegen, das automatische Ausrichten der Bilder oder die Vor- und Zurücktaste oder das Zoomen.

Dank den beiden Buttons „Layer A+B“ kann man auch zwei komplett unterschiedliche Belegungen anlegen: z.B. eine für die Durchsicht der Fotos und das Culen und die zweite für die Bearbeitung.

Vorteile des Behringer X-Touch Mini mit Midi2Lr

  1. Absolut unschlagbarer Preis
  2. Dank der Software kann man seinen Workflow komplett selber bestimmen und die Tasten nach seinem Geschmack belegen und umprogrammieren

Nachteile des Behringer X-Touch Mini mit Midi2Lr

  1. Leider zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass das Gerät Verbindungsprobleme aufweist oder Belegungen verliert. Hier muss man das Profil sichern und neu einspielen.
  2. Die Tasten hakeln manchmal ein wenig
  3. Es ist keine Plug-and-Play Lösung – man muss sich erst ein wenig in die Software fuchsen.

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Loupedeck + Bildmischpult

Das Loupedeck Plus ist bereits die Version 2.0 aus dem Hause Loupedeck, das ursprünglich ein Kickstarter Projekt war. Mittlerweile wird dieses von sehr vielen Fotografen genutzt und war z.B. auch auf der Photokina mit einem Stand präsent.

Das Loupedeck kommt mit einer mitgelieferten Software, die problemlos zu installieren ist und erfreulicherweise noch einige coole Presets gratis mit dabei sind.

Einmal an gestöpselt, kann das Arbeiten direkt los gehen. Hierbei ist allerdings die Tastaturbelegung schon fest vorgegeben – allerdings hat man in der Software die Möglichkeit, ausgewählte Knöpfe anders zu belegen und individuelle Funktionen oder sogar Presets zu hinterlegen. Besonders erfreulich sind die Copy Paste Tasten, die Einstellungen eines Bildes auf das nächste übertragen, die Export Taste sowie Das Crop-Rad, das sich mehr und mehr als nützlich erweist.

Vorteile des Loupedeck + Bildmischpult

  1. Nahezu Plug and Play – zwar muss man die Software installieren, dann kann man aber direkt loslegen
  2. Alle benötigten Tasten sind vorhanden und individuelle Funktionen können hinzugefügt werden.

Nachteile des Loupedeck + Bildmischpult

  1. Insbesondere bei der ersten Version hörte man immer mal wieder von hakigen Tasten. Ganz sauber sind die Tasten nicht verarbeitet, allerdings ist das sicher Empfindungssache – wir empfinden hier keine Beeinträchtigung
  2. Der Workflow wird mehr oder weniger durch das Gerät vorgegeben. Wenn man absoluter Individualist ist, wird man sich hier sicherlich daran stören.

Palette Gear Expert Kit – Modulares Steuerpult

Ab 359€ bekommt man das sogenannte Expert Kit von Palette Gear, dass aus insgesamt 8 Einheiten besteht. Hierbei kann man die Einheiten beliebig anordnen und verbinden und später in der Software beliebig belegen. Ursprünglich war das Palette Gear für Videoschnitt gedacht, wurde aber auch schnell von Lightroom Freaks entdeckt und dort eingesetzt.

Die Wertigkeit der einzelnen Teile spricht für sich und optisch macht das Gerät einen sehr professionellen Eindruck. Auch die Installation der Software sowie die Belegung sind problemlos und dann kann man schnell und effizient mit Lightroom arbeiten. Für den kompletten Workflow reichen allerdings nicht ein Set; ferner sollte man hier mehrere kaufen und kann dann wie beim Behringer X-Touch Mini seinen Workflow individuell belegen.

Vorteile des Palette Gear

  1. sehr wertige Verarbeitung
  2. extrem modular aufgebaut und vielseitig nutzbar
  3. auch für Videoschnitt sehr geeignet

Nachteile des Palette Gear

  1. sehr knackiger Preis
  2. Workflow muss individuell angelegt werden, bevor man loslegen kann

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Unser Fazit – das ist die beste externe Tastatur für Fotografen

Wir haben Euch den Behringer X-Touch Mini, das Loupedeck + sowie das Palette Gear für Lightroom vorgestellt. Alle drei Geräte funktionieren sowohl unter MacOS als auch unter Windows. Im Preisbereich zwischen 50-400€ gibt es allerdings viele Unterschiede.

Welches Gerät für Euch das richtige ist, ist ein wenig Geschmacksache. Insbesondere wenn Ihr alles individualisieren möchtet solltet Ihr zu dem Palette Gear oder zu dem sehr günstigen Einstieg Behringer greifen.

Eines steht fest – mit allen drei Geräten werdet Ihr enorme Zeitersparnisse bei der Lightroom Bearbeitung feststellen. Wir haben früher für die Bearbeitung von Familienfotos ca. eine Stunde gebraucht. Heute sind wir in 10-15min. durch mit der Nutzung des Loupedeck+, für das wir uns auch schlussendlich entschieden haben. Bei uns im Büro greifen zwei Personen auf das Gerät zu, die einen standardisierten Bearbeitungsprozess nutzen sollen. Außerdem ist das Loupedeck aus unserer Sicht sehr stabil in der Zuverlässigkeit und mit PREIS/LEISTUNG unser Sieger.

WICHTIG: Wir nutzen dennoch weiterhin zusätzlich die Maus und auch ab und an noch die Tastatur, da keines der drei Geräte Euch individuelle lokale Anpassungen abnehmen kann. Das ist aber auch nicht nötig. Eine Zeitersparnis von 300% spricht ganz klar für sich.

Euch allen ein frohes Bearbeiten!

Frank

 

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